A.C.C.T. und Daytona im Corona Jahr

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A.C.C.T. und Daytona im Corona Jahr

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Do 25. Jun 2020, 20:10

Es ist schon Juni und ich bin diese Saison noch kaum ein paar Kilometer am Mopped gefahren.
Alles ist um 3 Monate verspätet, und immer noch nicht erledigt :
. die übliche Alpenpässe-Eröffnungstour,
. die übliche Lokalrunde zu den Biergärten in der Umgebung,
. die üblichen Wartungs- und Putzer-&Poliererarbeiten.

Das muß anders werden !
Ich brauche zuerst eine Anti-Corona-Coma-Tour ! A.C.C.T.

Ein Vorwand ist schnell gefunden : Neue Stiefel müssen her.
Wir erinnern uns : Letztes Jahr bei der Tour "auf ein Eis nach Mandello" *klick* war es mir in einen Stiefel richtig naß reingegangen. Diagnose : Goretex Membrane kaputt. Muß neu!

Der Hersteller DAYTONA *klick* sitzt im niederbayrischen Eggenfelden, und das ist eine gute Tagestour weg.

Von Nürnberg <Regierungsbezirk Franken> aus nach Osten, in den bayrischen Wald.
Mittagpause in Cham <Regierungsbezirk Oberpfalz>.
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Bayern ist nur echt mit dem Maibaum :
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Danach weiter nach Süden, über Straubing zur vorher telefonisch vereinbarten Stiefelberatung in Eggenfelden <Regierungsbezirk Niederbayern>
Nach einer Stunde sind die fälligen Reparaturen genäht, die Beratung mit Anprobieren abgeschlossen, und ein neuer wasserdichter Innenstiefel gekauft.
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Nur mal so als Anmerkung :
Ein aktueller 2-Schalen Tourenstiefel mit wasserdichtem Innenschuh kostet bei Daytona neu so um die 650 Euro = Security Evo Schalenstiefel. ein Paar Innenstiefel alleine so um die 300.

Der Heimweg führt mich erst nach Westen : Mühldorf <Regierungsbezirk Oberbayern>, dann nach Norden bis Landshut. Dort Kaffeepause und ein Eis.
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Danach noch ein Foto-Stop mit dem AKW Isar-2 im Hintergrund. Was da aus dem Kühlturm aufsteigt ist purer Wasserdampf. Kein CO2. Kein NOx. Kein Feinstaub.
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Nach knapp 650 km bin ich endlich in der Dämmerung wieder zuhause. Mensch, brennt mir mein > :hintern: < !

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Re: A.C.C.T. und Daytona im Corona Jahr

Beitragvon guzzipapa » Do 25. Jun 2020, 21:20

....Was da aus dem Kühlturm aufsteigt ist purer Wasserdampf.....
Ja aber: Vor ein paar Jahren bin ich auf dem Weg zum tschechischen Guzzitreffen eine ganze Weile in der Nebelsuppe dahin gefahren, die sich aus den Kühltürmen von Temelin niedergeschlagen hat. Das hat schon ein wenig nach Atom gerochen :hammer:

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Re: A.C.C.T. und Daytona im Corona Jahr

Beitragvon -Martin.Glaeser- » Sa 27. Jun 2020, 18:24

Atom riecht .... ja, da magst Du Recht haben. Jedenfalls erzeugt der Kühlturm mit seiner künstlichen Wolke ein bemerkenswertes Kleinklima, das z.B. den Winzern rings um das inzwischen abgeschaltete AKW Grafenrheinfeld in der Nähe von Schweinfurt am Main oft zu einer guten Ernte verholfen hat.

Hingegen, Elektronen schmecken sauer.
Das kann jeder bestätigen, der sich schon mal die zwei Messingstreifen einer 1,5 Volt Flachbatterie 3LR12 an die Zunge gehalten hat.
Und Elektronen können sich auch scharf anfühlen, scharf wie Pepperoni.
Das kann jeder bestätigen, der schon mal an einen Weidezaun hingepinkelt hat.

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Re: A.C.C.T. und Daytona im Corona Jahr

Beitragvon guzzipapa » So 28. Jun 2020, 10:54

Das der Geruch nicht vom Wasserdampf an sich gekommen sein kann ist mir schon klar. Es war damals aber wirklich irgend was in der Nebelsuppe aufgelöst. So wie wenn auf den Feldern Wuchsstoffmittel gegen Unkraut gespritzt worden wäre, was aber nicht in die Jahreszeit gepasst hat. Wahrscheinlich waren es irgendwelche Abgase aus einem Industriebetrieb, die der Nebel mitgenommen hat.
Ansonsten ist die Atomenergie eine äusserst fragwürdige Technologie. Wenn ein Bauer einen Kuhstall bauen will, sind bei einer Bauverhandlung die ersten Fragen, die geklärt werden müssen ob er eine ausreichend groß dimensionierte und technisch ausgestattete Möglichkeit zur Zwischenlagerung der Abfälle ( :kacke: ) hat und ein Konzept, wie dieses ohne Umweltschäden wieder abgebaut werden können. Wenn er das nicht hat, dann ist die Bauverhandlung schon wieder vorbei.
Bei der Atomenergie ist das mit dem Zwischenlagern schon nicht vollständig geklärt und für eine unschädliche Entsorgung gibt es nicht einmal ein Konzept. Deshalb dürften solche Sachen, bis diese Punkte geklärt sind ganz einfach nicht gebaut werden.
Also frage ich mich als einfacher Mensch, ob die Verantwortlichen in der Politik wirklich meinen, dass die Kacke von Kühen intensiver beobachtet werden muss als der Abfall eines Kernkraftwerkes oder ob es da ganz einfach nur darum geht, welche Lobby den stärkeren Einfluss hat.

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